Psychosomatische Gesichtspunkte sind integraler Bestandteil jeder ärztlichen Tätigkeit.


Aus diesem Grund ist Psychosomatische Grundversorgung notwendiger Teil der meisten Facharztweiterbildungen. Benötigt wird ihr Nachweis  auch im Rahmen der Qualifikation zur Schmerztherapie, sowie von allen Kassenärzten, die Gesprächsleistungen nach den EBM-Ziffern 35100 und 35110 erbringen wollen.

Erfahrung im Umgang mit der Beziehungsdimension jeder Behandlung hilft Ärzten zudem bei der Bewältigung ihrer berufsbedingten Belastungen durch die ständige Konfrontation mit existentiellen Situationen.


Jede ärztliche Behandlung findet im Rahmen einer Arzt-Patient-Beziehung statt. Besonderes Augenmerk richten wir deshalb auf das Erkennen von typischen Beziehungsmustern dieser Begegnung. Dazu gehört der Umgang mit schwierigen Patienten, die Mitteilung lebensverändernder Diagnosen und die Abklärung der psychosozialen Dimension von Erkrankung.


Wir vermitteln Ihnen Kenntnisse in der Behandlung von Patienten mit psychischen, funktionellen, psychosomatischen und somatopsychischen Störungen. Schwerpunkt wird einerseits das Erkennen der psychischen Dimension und psychosozialen Anteile somatischer Erkrankungen sein (Basisdiagnostik); Andererseits soll die Vermittlung von Grundlagen in der Behandlung dieser Störungen und insbesondere Formen der verbalen Intervention im Rahmen einer vertrauensvollen Arzt- Patienten-Beziehung Schwerpunkt sein (Basistherapie). Besonderes Augenmerk soll typischen Formen der Arzt- Patienten- Beziehung gelten und dem Erkennen dieser Beziehung wie auch dem Umgang hiermit.


Das Curriculum dient dem Erkennen von Beziehungsmustern in der Arzt- Patienten- Beziehung und der auf diesem Hintergrund zu erarbeitenden vor allem verbalen Interventionstechniken. Neben der Theorievermittlung ist in der gemeinsamen Arbeit die Auseinandersetzung an Falldarstellungen aus dem eigenen Arbeitsalltag der Teilnehmer ein wesentlicher Bestandteil, ergänzt durch Übungen und Rollenspiele. Eine zentrale Rolle spielt deshalb die patientenzentrierte Selbsterfahrung im Rahmen der Balint –Gruppenarbeit. Sie bietet einen Rahmen zur Vorstellung und Reflexion der eigenen Arbeit mit Patienten und der Klärung der erkennbar gewordenen Arzt- Patient- Beziehung.